Über mich
Hallo, ich bin Milena Zečević – Gründerin der Matheakademie.

Mathematik war für mich nie das Fach, in dem man Regeln auswendig lernt. Nach der HTL für Informationstechnologie habe ich Technische Mathematik an der TU Wien studiert und dort gelernt, was Verstehen wirklich bedeutet: nicht das Ergebnis zu kennen, sondern zu wissen, warum es so ist.
Danach führte mich mein Weg an einen Ort, an dem man das mit Mathematik gar nicht verbindet – in die Veranstaltungsproduktion, hinter die Bühnen einiger der größten Shows und Festivals Österreichs. Dort passiert ständig das Unerwartete. Einmal stellte sich 90 Minuten vor Showbeginn heraus, dass wir frisch erblühte Lilien brauchen. Zu bekommen waren nur noch welche mit geschlossenen Knospen. Also mussten wir uns etwas einfallen lassen – und haben es geschafft. Genau das habe ich aus dieser Zeit mitgenommen: Wenn der direkte Weg nicht geht, gibt es fast immer einen anderen. Man muss nur ruhig bleiben und ihn suchen. Es ist dieselbe Haltung, die ich heute in eine Schularbeit mitgebe, wenn die Aufgabe anders aussieht als geübt.
Seit knapp 20 Jahren begleite ich junge Menschen durch die Mathematik – beim Schließen von Lücken, beim Verstehen von neuem Stoff und bei der Vorbereitung auf Schularbeiten, Nachprüfungen und die Matura. Daneben unterrichte ich selbst an einer Maturaschule und weiß daher aus beiden Perspektiven, was in einer Gruppe ankommt und was nicht.
Aktuell absolviere ich zusätzlich die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin. Sie hilft mir zu verstehen, was beim Lernen eigentlich passiert, wenn es nicht am Stoff liegt: Warum ein Kopf in der Prüfung leer wird, warum manche Schüler:innen aufgeben, bevor sie angefangen haben, und wie man das Schritt für Schritt verändert. In meinem Unterricht fließt das als Coaching-Methoden und als Elemente aus der Spielpädagogik ein – immer im Dienst der Mathematik, nie als Ersatz dafür.
Besonders viel Erfahrung habe ich in der Arbeit mit autistischen und anderen neurodivergenten Schüler:innen. Ich habe gelernt, wie viel klare Strukturen, eindeutige Sprache, ein eigenes Tempo und ein ruhiger Raum ausmachen können – und dass es nicht die Aufgabe des Kindes ist, sich an meinen Unterricht anzupassen, sondern meine, den Unterricht an das Kind anzupassen.
Auf jede:n neue:n Schüler:in bin ich ehrlich neugierig. Wie denkt dieser Mensch? Was kann er schon? Wo beginnt das Verständnis, und welche Erklärung öffnet den nächsten Schritt? Mein Wissen ist dabei nicht dazu da, Distanz zu schaffen oder jemandem zu zeigen, was er alles nicht kann. Es ist erst dann etwas wert, wenn es beim anderen ankommt und ihm Sicherheit gibt.
Mein Ziel ist nicht, dass meine Schüler:innen bleiben. Mein Ziel ist, dass sie gehen können – mit dem Gefühl, Mathematik zu verstehen und ihr gewachsen zu sein. Wenn sie später noch einmal kommen, dann für ein neues Kapitel. Nicht, weil sie ohne mich nicht mehr weiterwissen.
